Dienstag, 3. September 2019

Aufstehen für den Frieden - Aktion zum Weltfriedenstag in Magdeburg

Frieden ist ein Thema, was alle Menschen betrifft – gerade weil mit den heutigen Waffentechnologien mehr als genügend Potential vorhanden ist, die gesamte Menschheit auszulöschen. Genau aus diesem Grund haben wir von Aufstehen anlässlich des Weltfriedenstags am 31.08.2019 in der Fußgängerzone von Magdeburg (Breiter Weg) eine Kundgebung und Informationsveranstaltung mit dem Ziel durchgeführt, die derzeitige Kriegspolitik anzuprangern und die Menschen für das Thema Frieden zu sensibilisieren. Ausgangsbasis der Aktion war der Innen- und Außenbereich des WOBAU/Studentenprojekts in:takt, das uns von dessen Betreibern freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Noch einmal großen Dank an dieser Stelle dafür.

Unsere rund vierstündige, in der Regionalzeitung und im Radio angekündigte Aktion bestand aus einem ca. 20 minütigen Programm, das mehrfach zu unterschiedlichen Zeiten wiederholt wurde, um verschiedene, gerade vorbeikommende Menschen anzusprechen. In einem Theaterstück trat zunächst „Uncle Sam“ auf und erläuterte auf satirische Art und Weise die kapitalistische Politik der USA, deren negative Folgen für den Weltfrieden, die Rolle der Nato und die blinde Gefolgschaft der EU (Link zum Video).

Danach wurde ein kurzes, aber eindrucksvoll-bedrückendes Video von der Bombardierung Münsters im 2. Weltkrieg gezeigt (Link zum Video), um den Menschen noch einmal deutlich vor Augen zu führen, was Krieg eigentlich bedeutet. Zur Verstärkung dieses Eindrucks wurde eine Nebelmaschine verwendet und mehrere Aufstehende legten sich als namenlose „Kriegsopfer“ mit entsprechend beschrifteten Schildern leblos auf den Boden.

Abgeschlossen wurde das Programm durch das eigentliche Kernstück der Aktion: Einen eindringlichen Appell an die Bürger, sich für den Frieden stark zu machen, indem sie vorgefertigte Briefe an Ihre Bundestagsabgeordneten unterschreiben mit der Aufforderung, für eine friedliche Politik und gegen Kriege einzutreten. Die Vorbeikommenden hatten am Infostand zudem die Möglichkeit, mit uns ins Gespräch zu treten, Friedenstauben zu basteln sowie Infomaterialien zu sichten und ggf. mitzunehmen, darunter Friedenszeitungen, Faktensammlungen zum Thema Kriegspolitik Deutschlands, Fotos von Mahnmalen des Friedens/Kriegs in Magdeburg und das Lied „Kleine weiße Friedenstaube“. Eine auf dem Boden ausgelegte, mehrere Meter große Weltkarte mit Markierungen aller Einsatzorte der Bundeswehr sollte verdeutlichen, dass die Politik unserer Regierung mitnichten friedlich ist. An der Aktion beteiligten sich zudem der BUND mit der Perspektive des Natur- und Umweltschutzes sowie die Initiative OFFENe HEIDe.

Obwohl die Zahl der Passanten durch eine Straßenbaustelle und das heiße Sommerwetter deutlich geringer als üblich war, kann man von einer insgesamt wirklich gelungenen Aktion mit qualitativ hochwertigen Beiträgen sprechen. Es wurden Gespräche mit Passanten geführt und einige Unterschriften gesammelt, die den jeweiligen Bundestagsabgeordneten möglichst medienwirksam übergeben werden sollen. Jedoch zeigte sich auch, wie schwierig und herausfordernd es sein kann, Menschen anzusprechen und zu mobilisieren und dass wir in dieser Hinsicht einen langen Atem brauchen werden. Aufgrund der globalen Bedeutung des Themas Frieden ist es jedoch in jedem Fall lohnenswert und dringend notwendig, diesen Atem auch weiterhin zu investieren.

V.i.S.d.P. Thomas Nordhausen